Wanderungen

Mörtschach ist der Ausgangspunkt für abwechslungsreiche Wanderungen im Nationalpark Hohe Tauern.

In der waldreichen Umgebung finden sowohl der geruhsame Wanderer als auch der anspruchsvolle Bergtourist geeignete Wanderziele.

Das Astental bietet hervorragende Wandermöglichkeiten für Jung und Alt, mitten durch bewirtschaftetes Almgebiet und durch eine einzigartige Pflanzen- und Tierwelt. Der Naturlehrweg "Astner Moos" führt durch ein achtzig Meter breites und einen Kilometer langes Niedermoor, wo es Pflanzen zu entdecken gibt, die in Österreich selten vorkommen (Blauweide, Tauernblümchen).

Besondere Eindrücke vermitteln Wanderungen über den Familienwanderweg zur Winklerner Alm, zur Wangenitzsee-Hütte oder auf einen der Berggipfel in der Gemeinde. Eine Gipfelrast, umgeben von Dreitausendern, erzeugt Gefühl der Freiheit und Lebensfreude.

Sie finden hier Informationen zu Wanderungen

im Astental
in Mörtschach/Pirkachberg/Rettenbach
im Rollstuhl
über das gesamte Gebiet des Nationalparks Hohe Tauern Kärnten

Wanderungen im Astental

Naturlehrweg Astner Moos
Ausgangspunkt: Sadnighaus, 1876 m, Parkplatz am Ende der Astnertalstraße.
Gehzeit: ca. 1 Stunde
Höhenunterschied: ca. 100 m
Charakteristik: leichte Wanderung, jedoch festes Schuhwerk empfohlen, weil stellenweise feucht!
Route: Vom Sadnighaus folgt man einem Steig hinunter auf den Fahrweg. Bald geht es über den Astenbach auf die andere Talseite, wo der Weg weiter taleinwärts zur Bartler Alm führt. Von dort folgt man dem Fahrweg talauswärts zurück zum Sadnighaus.


Rundweg über die Astner Almen
Ausgangspunkt: Sadnighaus, 1876 m, Parkplatz am Ende der Astnertalstraße.
Gehzeit: 1 - 1 ½ Stunden
Höhenunterschied: ca. 200 m
Charakteristik: leichte Wanderung, auf breiten Wegen.
Route: Vom Sadnighaus folgt man dem Fahrweg taleinwärts zur Bartler Alm. Dort weist eine Tafel den weiteren Weg zu den Hütten der Kröllalm, wo man sich wieder talauswärts wendet. Der Weg führt nur über die weiten Hänge der Astner Almen zurück zum Sadnighaus. Die Wanderung kann auf dem aussichtsreichen Höhenweg zum Ghf. Glocknerblick fortgesetzt werden. Dafür werden etwa zweieinhalb Gehstunden einschließlich des Direktweges zurück zum Sadnighaus benötigt.


Panoramaweg Glocknerblick - Moharkreuz (2454 m)
Ausgangspunkt: Sadnighaus oder Ghf. Glocknerblick
Gehzeit: ca. 1 Stunde ab Glocknerblick bzw. 2 ½ Stunden ab Sadnighaus
Höhenunterschied: 400 bzw. 600 m
Charakteristik: leichte alpine Wanderung, festes Schuhwerk erforderlich.
Route: Vom Sadnighaus folgt man zunächst dem beschilderten Steig in Richtung Ghf. Glocknerblick. Dieser trifft alsbald auf einen Fahrweg, dessen Kehren man weiter aufwärts verfolgen oder über einen Steig abkürzen kann. Nach der letzten Kehre (Wegtafel) begeht man den nun nahezu ebenen Fahrweg bis zum Ghf. Glocknerblick. Hier eröffnet sich einem ein beeindruckendes Panorama auf die Berge jenseits des Mölltales. Beherrschend erheben sich gegenüber in der Schobergruppe der Große Friedrichskopf (3134 m) und dahinter das Petzeck (3283 m). Über allem thront aber in nordwestlicher Richtung der Großglockner. Das Moharkreuz, unser nächstes Ziel, ist von hier auch schon einzusehen. Der Pfad steigt nun spürbar an und führt vorbei an letzten vereinzelten Bäumen und über Hochweiden direkt zu einem der schönsten Panoramaplätze der Hohen Tauern. Anhand der aufgestellten Pulttafeln wird die umliegende Bergwelt erklärt.


Mohar (2604 m)
Ausgangspunkt: Sadnighaus
Gehzeit: ca. 3 Stunden auf den Gipfel
Höhenunterschied: ca. 750 m
Charakteristik: Unschwierige alpine Wanderung, die jedoch aufgrund ihrer Länge und des zu überwindenden Höhenunterschiedes bereits ein gewisses Maß an Kondition erfordert - insbesondere wenn eine Überschreitung angestrebt wird.
Route: Vom Sadnighaus folgt man der schon beschriebenen Route zum Moharkreuz. In einer halben Stunde erreicht man über den weiterführenden Steig ohne Probleme den Gipfel des Mohar. Für den Rückweg zum Sadnighaus bietet sich eine reizvolle Überschreitungsmöglichkeit. Man folgt hierzu dem nordöstlich abwärtsziehenden Steig ins Göritzer Törl. Über Almwiesen und durch Hochwald leitet der Pfad erst flacher, dann wieder steiler werdend auf den Fahrweg hinab. Diesem folgen oder über die markierten Abkürzungen wieder hinab zum Sadnighaus. Für diesen Abstieg sind insgesamt
1 ½ - 2 Stunden zu veranschlagen.


Goldberbauweg Waschgang - Kluidscharte
Ausgangspunkt: Sadnighaus
Gehzeit: ca. 2 ½ Stunden
Höhenunterschied: ca. 700 m
Charakteristik: unschwierige alpine Wanderung, jedoch festes Schuhwerk unbedingt erforderlich.
Route: Vom Sadnighaus auf der bereits beschriebenen Route in knapp zwei Stunden ins Göritzer Törl. Hier beginnt der Waschgang, welcher uns binnen einer halben Stunde in die Kluidscharte (2546 m) führt. Nördlich absteigend erreicht man in etwa 5 Minuten die sehenswerten verfallenen Stollenanlagen. Es ist geplant, in den nächsten Jahren einen Stollen zu sanieren und als Schaustollen zu adaptieren. Für trittsichere, konditionsstarke Wanderer bieten sich zwei reizvolle Fortsetzungen an.
Wer nicht auf sein beim Sadnighaus oder Glocknerblick parkendes Auto angewiesen ist, dem sei ein eindrucksvoller, aber anstrengender Abstieg nach Döllach ans Herz gelegt. Man folgt hierzu dem markierten Stieg, der auf halbem Wege zwischen Göritzer Törl und Kluidscharte über die Kluidalm ins Zirknitztal führt.
Südlich unterhalb der Kluidscharte (2546 m) beginnt ein Steig, der zunächst das weithin sichtbare Kreuz auf der Stellhöhe ansteuert und in der Folge die Hochweiden der Rudenalm erreicht (ca. eine Stunde). Er trifft hier auf den Anstieg zum Stellkopf.


Stellkopf (2851 m)
Ausgangspunkt: Sadnighaus
Gehzeit: ca. 3 ½ Stunden
Höhenunterschied: ca. 1000 m
Charakteristik: unschwierige Bergtour, die jedoch aufgrund von Länge und Höhenunterschied eine gewisse Ausdauer erfordert; durchgängig markiert, aber im oberen Teil steiglos; bei Nässe nicht zu empfehlen.
Route: Vom Sadnighaus auf bereits beschriebener Route zur Kröllalm. Eine Wegtafel weist die Richtung in den Hochkessel der Rudenalm. Man folgt zunächst dem Steig linksseitig des Baches aufwärts und erreicht, an der letzten Almhütte vorbei, ebeneres Gelände. Gegen das Butzentörl (2714 m) steigt der Pfad wieder steiler an und verliert sich schließlich im Mattengelände, so daß in der Folge nur noch "Steinmandeln" die richtige Route weisen. Das Gelände bietet jedoch keine ernsthaften Probleme, so daß der aussichtsreiche Gipfel des Stellkopfes über seinen flachen Südwestrücken bald erreicht ist. Für den Rückweg wird dieselbe Route empfohlen.


Makernigspitze (2644 m)
Ausgangspunkt: Sadnighaus
Gehzeit: ca. 3 Stunden
Höhenunterschied: ca. 800 m
Charakteristik: unschwierige Bergtour, jedoch besonders ab Schobertörl Trittsicherheit für den sehr steilen Schlussanstieg erforderlich!
Route: Vom Sadnighaus folgt man dem Weg am Astner Moos vorbei zur Bartler Alm. Dort weist eine Tafel den Weg zum Schobertörl. In zahlreichen Kehren gewinnt der Steig an Höhe und erreicht bald die schön gelegene Hütte der Burgstalleralm. In der Folge wandert man flacher zum Schobertörl (2360 m; Wegtafel; Abstieg zur Fraganter Hütte möglich). Über eine steile Schuttrinne ersteigt man eine Schulter und erreicht schließlich über einen sehr steilen felsdurchsetzten Grashang den exponierten Gipfel.


Sadnig (2745 m)
Ausgangspunkt: Sadnighaus
Gehzeit: ca. 3 ½ Stunden
Höhenunterschied: ca. 900 m
Charakteristik: alpine Bergtour, die besonders im oberen Teil Trittsicherheit und Schwindelfreiheit erfordert (Schwierigkeitsgrad I)
Route: Vom Sadnighaus folgt man dem Weg zur Bartler Alm, wo der teilweise steile Aufstieg über die Lindleralm auf den Kabitzenbühel (2282 m) beginnt. Man steigt in der Folge weniger steil weiter in die Sadnigscharte (2484 m), wo der schwierigere Teil des Anstiegs beginnt. Man durchsteigt bald ein Blockfeld, welches erhöhte Trittsicherheit erfordert. Kurz vor dem Gipfel erfordern zwei kurze Kletterstellen noch einmal vollste Aufmerksamkeit, dann ist der aussichtsreiche Gipfel, der zum Namensgeber für die gesamte Gruppe wurde, erreicht. Der Abstieg kann auch über den Kabitzenbühel zum Sadnighaus erfolgen.

Wanderungen in Mörtschach / Pirkachberg / Rettenbach

Wangenitzseen
Ausgangspunkt: Parkplatz Wangenitzenalm (Pirkachberg)
Gehzeit: ca. 3 ½ Stunden
Höhenunterschied: ca. 1050 m
Charakteristik: mittel bis leicht, Ausdauer und stellenweise Trittsicherheit erforderlich
Route: Vom Parkplatz folgt man dem Weg über den Bach zur nahen Wangenitzalm. Nach der Alm überquert man wiederholt den Bach und kommt zum Pritschitzbach, wo ein Wasserfall zu sehen ist. Nun erreicht man eine Steilstufe, der ein Talbereich mit 2 Seen folgt. Nach dem Talbereich steigt man noch einmal steiler bergauf und gelangt dann zu den beiden Wangenitzseen.


Familienwanderweg Winklerner Alm
Ausgangspunkt: Pichleralm (Zufahrt mit Pkw)
Gehzeit: 4 Stunden (Hin- und Rückweg)
Höhenunterschied: fast kein Höhenunterschied
Charakteristik: leichte und bequeme Wanderung, festes Schuhwerk ist aber notwendig
Route: Ausgehend von der Pichleralm folgt man dem markierten Weg, vorbei an der Viehkasa bis hin zur Winklerner Alm. Von dort kann man auch einen weiteren Fußweg zur Winklerner Almlacke machen. Sie ist etwa eine ¼ Stunde von der Winklerner Alm entfernt.



Talwanderung von Mörtschach über St. Marien in den Auen nach Winklern
Ausgangspunkt: Mörtschach (Tankstelle)
Gehzeit: ca. 2 ½ Stunden
Höhenunterschied: fast ebene Wanderung
Charakteristik: leichte Wanderung, leichtes Schuhwerk
Route: Von der Tankstelle geht man über die Brücke den Radweg Richtung Winklern. Es folgt nach einiger Zeit die sehenswerte Marien Kirche (Schlüssel im Nebenhaus). Man folgt weiter den Radweg, bis man zu einer Jausenstation (Grubenbauer) kommt. Von dort aus gelangt man über eine Hängebrücke zur Hauptschule Winklern. Hier folgt man den Gehweg bis zum Busterminal. Von dort mit dem Postbus Richtung Heiligenblut zurück nach Mörtschach.


Rettenbacher Kofelweg
Ausgangspunkt: Gehöft Oberer und Unterer Klenig (Rettenbach)
Gehzeit: ca. 1 Stunde (Hinweg; Rückweg dauert länger, da steiler Anstieg)
Höhenunterschied: ca. 300 m
Charakteristik: festes Schuhwerk erforderlich
Route: Von den beiden Gehöften ausgehend geht es steil bergab, bei mehreren Wasserfällen vorbei nach Winklern. Nach dem romantischen Teil des Wanderweges kommt man zum Gehöft vulgo Lederer. Von dort aus geht man die Bundesstraße entlang nach Winklern.

Wanderungen im Rollstuhl

Das Astner Moos ist ein geschichtsträchtiger Boden - schon vor Hunderten Jahren soll auf dem Hochplateau auf 2.000 Meter Höhe eine Siedlung gestanden sein. Umringt von Berggipfeln und flachen, saftig grünen Wiesen, sind auf den Wegen immer wieder Wanderer anzutreffen.

Der Hauptwanderweg, der auch mit dem Auto zu befahren ist, ist beispielsweise ein barrierefreier Weg, der auch von Menschen mit Rollstuhl befahren werden kann.

Die Weideroste, die in regelmäßigen Abständen entlang des Weges im Boden eingebracht sind, sind nicht nur für das Vieh ein unüberwindbares Hindernis, sondern waren bisher auch für Wanderer älteren Semesters, oder für beeinträchtigte Menschen nicht zu meistern.

Um diese Wege auch für Menschen mit Beeinträchtigung bewältigbar zu machen wurden Holzüberstiege abgetragen und durch breite Stege neben dem Weiderost ersetzt.

Die Wege wurden verbreitert, für Brücken und Weideroste wurde ein gesonderter Übergang mit selbstschließenden Gattern eingerichtet. Jetzt gibt es ungefähr acht Kilometer barrierefreie Wanderwege - Ausgangspunkt ist das Sadnighaus, Endpunkt ist der Glocknerblick.